Die Linke im Kreis Unna solidarisiert sich mit den protestierenden Bäuerinnen und Bauern

KV Unna

Insbesondere kleine Höfe sind in Deutschland vom Höfesterben bedroht. Das liegt daran, dass sie im Gegensatz zu den kapitalistischen Großgrundbesitzern nicht über die materielle Ausstattung verfügen, um sich selbst über Wasser zu halten. Gleichzeitig können sie sich nicht gegen die Preisdiktate von LIDL, ALDI und co. wehren, da sie dafür nicht genügend Macht haben. Während also die Albrechts (ALDI) und Schwartzs (LIDL, Kaufland) auf den Nacken der Bauern immer reicher werden, müssen gerade die regionalen Bauern ums nackte Überleben kämpfen! Deshalb: Solidarität mit den Bauern!

Am 08.01.2024 demonstrierten die Bäuerinnen und Bauern, auch im Kreis Unna, und machten auf das Höfesterben aufmerksam. Am heutigen 15.01.202 4 soll es eine erneute Kundgebung der Landwirt: innen geben.
Die Linke im Kreis Unna solidarisiert sich mit den protestiere nden Bauern und unterstützt diese bei ihren Forderungen. Protest gegen die schreiend ungerechte Politik der Ampelkoalition ist aus unserer Sicht dringend erforderlich. Deshalb solidarisieren wir uns nicht nur mit den streikenden Bauern, sondern auch mit den
Streiks bei der Deutschen Bahn und der Hausärzte sowie den Tarifauseinandersetzungen der IG Metall . Unsere Solidarität gilt auch denjenigen, die sich für eine solidarische Kli mapolitik einsetzen und dabei, ebenso wie die Bauern, auf zivilen Ungehorsam setzen. Für uns als Linke fehlt allerdings eine wichtige Perspektive in Bezug auf den Protest der Bauern: die antikapitalistische Sicht auf die Agrarpolitik in Deutschland. So sind insbesondere kleinere Höfe, die eben nicht über große Flächen und viel Einfluss verfügen, vom Höfesterben bedroht. Gleichzeitig fehlt ihnen die finanzielle Ausstattung, um sich selbst zu versorgen und genügend Einnahmen zum Leben zu erarbeiten.

Besonders diese Höfe, die regionale Produkte anbauen und somit die Lebensmittelversorgung in ihren Heimatregionen sicherstellen, müssen geschützt und unterstützt werden. Wir wollen nicht, dass die Macht , das Geld und der Einfluss der Großgrundbesitzer weiter zunehmen , während Bauern, die tagtäglich für das Wohl der Region arbeiten, immer öfter aufgeben. Gleichzeitig sind es die großen Einzelhandelsketten, die seit Jahren Preisdumping betreiben und zum Wohle der eigenen Vorstandsetage den Bäuerinnen und Bauern die Dumpingpreise aufdrücken. Insbesondere jene Bauernhöfe, die familiengeführt sind und eben nicht zu den großen Agrarkonzernen gehören, haben oftmals keine andere Wahl als sich den Preisen des Einzelhandels anzupassen. Das Profitinteresse dieser Ketten macht die Bauern kaputt. Es kann nicht sein dass die Albrechts und Schwarz immer reicher werden und jedes Jahr neue Rekordprofite erreichen, während den Bauern die Lebensgrundlage unter den Füßen weggerissen wird. Hier muss die Bundesregierung dringend handeln und wieder Gerechtigkeit zwischen den Erzeugern und den verkaufenden Ketten herstellen. Dies geht nur mit einer
solidarischen Agrarpolitik, die eben nicht das Profitinteresse der Großgrundbesitzer und Einzelhandelsketten sowie deren Aktionären im Blick hat, sondern auf die Bedürfnisse der Bevölkerung und deren Ernährern angepasst ist .