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Verbot der Klassenteilung durch Landesregierung ist verantwortungslos

Während der Schulausschuss im NRW-Landtag am heutigen Mittwoch (4. November 2020) über die massiv gestiegenen Corona-Fallzahlen an Schulen debattiert, schaffen das Gesundheitsministerium und Ministerpräsident Laschet (CDU) Fakten: Sie haben der besonders von Corona gebeutelten Stadt Solingen per Erlass untersagt, Blockunterricht mit geteilten Klassen in Präsenz und Distanzunterricht umzusetzen, um endlich auch in Schulen das Einhalten der Abstandsregeln möglich zu machen. Carolin Butterwegge aus dem Landesvorstand von DIE LINKE NRW erklärt dazu: „Das Handeln der Landesregierung ist unverantwortlich und gefährdet die Gesundheit von Lehrer*innen und Schüler*innen gleichermaßen. Warum Abstandsregeln nur außerhalb des Schulgebäudes gelten, möge Herr Laschet doch bitte den Betroffenen selbst erklären.“

„Zuerst verweigert das Land über Monate, einen Plan B für die zweite Welle an Kitas und Schulen zu entwickeln und glänzt mit Untätigkeit. Man hätte externe Räume suchen, Luftfilter beschaffen und zusätzliches Personal durch ein Landesprogramm für bezahlte Lernbegleiter*innen wie in Brandenburg auf den Weg bringen können. Auch die Aussetzung von Prüfungen hätte diskutiert werden müssen. Von der Ausstattung von Lehrkräften und Schüler*innen mit digitalen Endgeräten ganz zu schweigen. All dies wurde sträflich vernachlässigt, während man gleichzeitig die – sinnvolle – Devise ausgab, Schulen und Kitas im Lockdown offenzuhalten“, so Butterwegge weiter.

„Dass nun Schulleitungen anstelle des Schulministeriums Konzepte zur Sicherung der Gesundheit ihrer Lehrkräfte und Schüler*innen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Unterrichts entwickelt haben, ist angesichts der Untätigkeit der Landesregierung offensichtlich notwendig. Solche Klassenteilungskonzepte entsprechen den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und werden von Lehrergewerkschaften begrüßt. Es ist der blanke Hohn, dass das Verbot ausgerechnet damit begründet wird, durch geteilte Klassen sei Bildungsgerechtigkeit nicht gewährleistet. Bisher ist die schwarz-gelbe Landesregierung nicht dadurch aufgefallen, dass ihr der gerechte Zugang zu Bildung für alle eine Herzensangelegenheit wäre“, sagt Carolin Butterwegge abschließend.